Zum Zusammenhang von Autoritarismus, Staatskapitalismus und Corporate Identity

„Die Arbeit als Beruf: als Plackerei, wie die Vergangenheit sie einzig kennt, wurde kaum mehr in Frage gestell. Sie wurde aus des bürgers  Zierde zur Sehnsucht der Erwerbslosen.Die großen Organisationen förderten eine Idee der Vergesellschaftung, die von der Verstaatlichung, Nationalisierung, Sozialisierung im Staatskapitalismus kaum verschieden war. Das revolutionäre Bild der Entfesselung lebte nur noch in den Verleumdungen der Konterrevolutionäre fort. Wenn überhaupt die Phantasie sich vom Boen der Tatsachen entfernte, setzte sie an die Stelle der vorhandenen staatlichen Apparatur die Bürokratien von Partei und Gewerkschaft, an Stelle des Profitprinzips die Jahrespläne der Funktionäre. Noch die Utopie war von Maßregeln ausgefüllt. Die Menschen wurden als Objekte vorgestellt, gegebenfalls als ihre eigenen.“

(Horkheimer, M. (1942): Autoritärer Staat. In: Schmid Noerr, G. (Hg.): Gesammelte Schriften. Bd. 5. Frankfurt/Main: Fischer. S. 295.)

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