Anglizismen verriegeln Deutschen das Maul

„Anglizismen waren die vielleicht größte kulturelle Errungenschaft des Nachkriegs, auch weil sie dem Denken neue Möglichkeiten eröffneten. Dass Sinn zum Beispiel gemacht und nicht bloß gehabt werden konnte, bereicherte die deutsche Sprache um einen Sinn, der nicht – wie der alte deutsche – vom Urgrund der Dinge heraufgebaggert werden musste, sondern prozesshaft war, demokratisch, materialistisch und nicht-essentialistisch. Dass sie die in der Sprache kondensierte deutsche Ideologie auflöst, führt noch immer zu breit aufgestellten Querfrontbildungen gegen die sprachliche Überfremdung. Die sprachpolitische Volkshygiene wird dem Angmizismus wohl nie verzeihen, dass er der deutschen Sprache das Deutsche ausgetrieben hat und mit ihr den ‚deutschen Horror, der am Grund ihres Wesens abgespeichert lag'“.

(Frank Apunkt Schneider: „Deutschpop, halt’s Maul“)

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